Die klassischen Wahrsagemethoden

Die klassischen Wahrsagemethoden

Astrologie

Eine der ältesten und sicherlich bekanntesten Techniken, um eine Situation zu erfassen und die Zukunftstendenzen zu eruieren, ist die Astrologie. Ihren Ursprung hat die Sterndeutung in Mesopotamien, ihren letzten Schliff erhielt sie jedoch im Europa des Mittelalters. Dieser Lehre zufolge haben die Positionen von Himmelskörpern zur Geburtszeit einen markanten Einfluss auf den Charakter und das Schicksal einer Person. Eine Skizze dieser Konstellationen wird als Horoskop bezeichnet: Übersetzt heißt das nichts anderes als „Stundenschau“.

Der wichtigste Faktor eines Horoskops ist die Position der Sonne zum Zeitpunkt der Geburt in einem von zwölf Tierkreiszeichen. Daneben gibt es aber noch andere Faktoren wie etwa den Aszendenten, die ebenfalls eine gewisse Wirkung haben. Darunter ist jenes Sterneichen zu verstehen, das zum Geburtszeitpunkt am östlich vom Geburtsort liegenden Horizont aufgeht. Für ein Horoskop müssen daher Ort und Zeit der Geburt der Betroffenen stets bekannt sein.

Kartenlegen

Eine nicht minder populäre Methode, um einen Blick in Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu werfen, ist die Kartomantie. Beim Kartenlegen, wie es häufiger genannt wird, werden Aufschlag- oder Wahrsagekarten nach bestimmten Vorgaben aufgelegt. Die Kombination aus deren Grundbedeutung und deren Positionen zueinander ergibt die entscheidenden Aussagen.

Den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Aufschlagkarten haben sicherlich die Tarotkarten. Diese im Mittelalter in Italien entstandenen Karten sind den meisten Leuten bekannt – auch, wenn sie keine Freunde der Kartomantie sind. Die Anhänger des Kartenlegens sind hingegen auch mit Kipperkarten, Zigeunerkarten und Leidingkarten vertraut. Es gibt sogar Kartenleger und Kartenlegerinnen, die auf Skatkarten schwören.

Wahrsagen

Streng genommen ist das Kartenlegen nur eine von vielen Formen der Mantik, wie das Wahrsagen auch genannt wird. Darunter ist die Fähigkeit zu verstehen, Situationen mithilfe bestimmter Utensilien zu erfassen. Diese Hilfsmittel können selbst gewisse Informationen liefern, bisweilen aber auch bloß zur Förderung der Konzentration dienen.

Schon in der Antike entwickelte sich aus unterschiedlichen Orakeln eine ganze Reihe von Wahrsagetechniken. Ursprünglich beobachtete man den Vogelflug oder las in den Eingeweiden von Tieren. In unseren Tagen haben neben den Karten vor allem das Pendel und das Handlesen die weiteste Verbreitung.

Hellsehen

Während beim Wahrsagen stets Hilfsmittel herangezogen werden, kommt man beim Hellsehen völlig ohne diese aus. Da Hellseherinnen und Hellseher dies ohne ihre fünf Sinne bewerkstelligen, ist nicht selten von einem „sechsten Sinn“ die Rede. Obwohl diese erstaunliche Gabe von der Wissenschaft angezweifelt wird, gab es immer wieder überraschende Erfolge. Spezielle Medien haben bis heute nicht nur die Polizei unterstützt, sondern sollen auch seit Langem für die diversen Geheimdienste tätig sein!