Liebe in Zeiten von Corona

Liebe in Zeiten von Corona

Die aktuelle Pandemie bringt viel Leid über die Menschen. Und die nötigen Gegenmaßnahmen beeinträchtigen unseren Alltag. Leider bleibt auch das Liebesleben davon nicht verschont …

Wissen Sie noch, wie wir einst Weihnachten im Kreis der ganzen Familie feierten und auch den Großeltern einen Besuch abstatteten? Können Sie sich an die Zeiten erinnern, als wir in fröhlicher Runde in einem Lokal zur Weihnachtsfeier zusammensaßen? Und denken Sie noch manchmal daran, wie Sie im Skiurlaub Ihrem Liebling näherkamen?

Irgendwie wirkt das alles so unglaublich weit weg – und so unendlich lange her! Seit dem Zweiten Weltkrieg hat nichts das Leben der Menschen in einem derartigen Ausmaß verändert wie die Corona-Pandemie. Es gibt fast keinen Bereich des Alltags, der nicht von den Gegenmaßnahmen betroffen wäre.

Stellen Sie sich vor, vor einem Jahr hätte uns jemand gesagt, wir würden künftig Masken tragen und Bekannte mit Ellbogen begrüßen! Wir würden kaum mehr ausgehen und einen Bogen um Fremde machen! Wir würden unsere Freunde nicht mehr treffen und unsere Eltern und Großeltern meiden! Wir hätten ihn für verrückt gehalten …

Magdalena Stern
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Ihrer Hellsichtigkeit führte Magdalena Stern zur Spiritualität. Sie legt Karten, hat einen Draht zu Engeln und versteht sich auf Reiki und Karmaauflösungen.

Social Distancing als Hemmschuh?

Die vielen Einschränkungen, welche die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, wirken sich auch in einem erheblichen Maße auf unser Liebesleben aus. „Social Distancing“ heißt das Motto unserer Tage – und das bedeutet einfach, einander aus dem Weg zu gehen. Wer sich nicht an diese Regel hält, riskiert nicht nur eine Peinlichkeit, sondern begeht einen offenen Tabubruch!

Wie aber soll ein Single jemanden kennenlernen, wenn er niemanden treffen und sich niemandem nähern darf? Menschen, die auf Partnersuche sind, stellt das vor eine schier unlösbare Aufgabe! Da ist es wenig erstaunlich, dass Dating-Apps mehr denn je boomen. Einerseits aus Angst vor einer Infektion und andererseits, weil die klassische Methode des Kennenlernens wegfällt. Den Menschen ist vollkommen klar, dass die traditionellen Schauplätze nicht mehr zur Verfügung stehen. Kinos, Bars und Clubs haben über weite Strecken geschlossen und Konzerte finden kaum oder gar nicht statt.

So werden Tinder & Co. geradezu überflutet. Und nicht nur das: Auch die Themen, über die man sich austauscht, haben sich verändert. Wurde früher über Gott und die Welt gepostet, so hat das Tragen von Masken eine zentrale Rolle übernommen. Befürworter und Gegner stehen einander unversöhnlich gegenüber – und ihre Haltung zu diesem Thema ist oft das entscheidende Kriterium für ihre Kompatibilität!

Dating-Börsen als Rettungsanker?

Doch auch, wenn es nach einem Match aussieht, bleibt für die Dating-Kandidaten die Frage, wo und wie man sich treffen soll! Wenn Lokale geschlossen haben und Veranstaltungen nicht stattfinden, ist die Auswahl nicht allzu groß. Da liegt es auf der Hand, dass sich die Interessenten öfter zum Spazierengehen verabreden – und dass das eher am Nachmittag als am Abend stattfindet.

Es gibt aber auch viele, die aus Vorsicht zurückhaltender sind. Sie versuchen, die Kennenlernphase auf den Dating-Börsen möglichst lange auf einer Internet-Ebene zu halten. Dort werden dann sogar sehr persönliche Themen angeschnitten, die man früher nur von Angesicht zu Angesicht besprochen hätte. Natürlich wird auch wesentlich mehr telefoniert als früher, wissen Experten zu berichten.

Die eingeschränkten Freizeitaktivitäten erschweren allerdings das gegenseitige Beschnuppern. Um einen Menschen besser kennenzulernen, reicht es nicht, zu sehen, wie er sich einem selbst gegenüber verhält. Man möchte auch beobachten wie er mit anderen Leuten interagiert, wie er tanzt, wie er mit dem Kellner spricht, wie großzügig er mit dem Trinkgeld ist. Das findet in Zeiten der Corona-Krise so gut wie gar nicht statt …

Intensivierung oder Lagerkoller?

Trautes Heim – Glück allein! Falls dieser Spruch für unsere Eltern oder Großeltern jemals zugetroffen hat, so klingt er in Zeiten von Corona wie blanker Hohn! Tatsache ist, dass sich das Leben vor allem in Phasen des Lockdowns fast ausschließlich zu Hause abspielt. Das stellt viele Paare vor eine völlig neue Situation. Vor allem solche mit Kindern stoßen dabei nicht selten an ihre Grenzen.

Umfragen zeigen, dass sich die Beziehungsqualität von einem Viertel aller Paare verändert hat. Bei Senioren sind die Veränderungen am geringsten, da sich deren Alltag nicht maßgeblich von der Situation vor Corona unterscheidet. Bei Paaren mittleren Alters oder in Langzeitpartnerschaften mit Kindern ist dagegen eher von einer Verschlechterung die Rede. Die berufliche Ungewissheit in Kombination mit dem ungewohnten Home-Office und einer 24-Stunden-Familie führt bei vielen zu einem Lagerkoller.

So haben Scheidungsanwälte Hochkonjunktur! Die Zahl der Scheidungen ist durch die Corona-Krise um rund 30 Prozent gestiegen. Schuld daran ist aber nicht nur die Tatsache, dass manche Partner es in der Enge der eigenen Wohnung nicht mehr miteinander aushalten. Den wichtigsten Faktor bildet nach wie vor das Fremdgehen. Und das fliegt während der gemeinsamen Isolation halt auch schneller auf …

Vor allem bei jungen Paaren oder Beziehungen, die noch nicht so lange dauern, hat sich das Verhältnis der Partner aber mehrheitlich verbessert! Das liegt vorwiegend daran, dass die unvermeidliche Entschleunigung des Alltags zu mehr Harmonie geführt hat. Man kann miteinander auch ohne kostspielige Unterhaltungen oder abenteuerliche Abwechslungen Spaß haben. So erlebt das Ideal einer fixen Beziehung bei jungen Leuten ein echtes Comeback!