So gehen Sie mit Peinlichkeiten um!

So gehen Sie mit Peinlichkeiten um!

Wer kennt das nicht? Eben noch ist alles gut – und ganz plötzlich könnte man im Erdboden versinken! Lesen Sie hier, wie Sie sich in unangenehmen Situationen am besten verhalten!

Sarah rühmt sich bei einem wichtigen Vorstellungsgespräch für ihre Rechtschreibkenntnisse und hat in der Bewerbung ausgerechnet das Wort „Orthografie“ falsch geschrieben. Elke fragt wiederum nach Radioberichten über einen Flugzeugabsturz die versammelte Kollegenschaft, warum ausgerechnet der Flugschreiber überlebt haben soll.

Thomas lernt seine etwas steifen Schwiegereltern kennen und hat dabei den Hosenstall weit offen. Konrad ist unterdessen zu einer Karnevalsparty eingeladen und erscheint als einziger in Verkleidung. Und Markus bietet der Mutter seines Chefs bei der Firmenfeier höflich einen Stuhl an, um zu erfahren, dass es sich um dessen Frau handelt.

Die Ursachen für peinliche Situationen sind mannigfaltig. Sie reichen von unangenehmen Fehlern und naiven Aussagen über ungeschickte Verhaltensweisen und peinliche Missverständnisse bis hin zum berühmten Tritt ins Fettnäpfchen. Wir alle haben schon solche Situationen erlebt, in denen wir am liebsten im Boden versunken wären. Und wir werden sie mit Sicherheit wieder einmal erleben!

Anna Schuhmann
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Anna Schuhmann verwendet für ihre Beratungen vorwiegend Tarot- und Bachblütenkarten, greift allerdings auch auf die Astrologie und auf ein Pendel zurück.

Lassen Sie den Körper sprechen!

Wenn ihnen etwas peinlich ist, ist das den meisten Menschen deutlich anzusehen, da sie typische körperliche Reaktionen zeigen. Manche erröten vor Scham, andere bedecken verzweifelt ihr Gesicht, wieder andere drehen sich weg. Wirklich verbergen können wir dieses unangenehme Gefühl der Peinlichkeit nicht. Und das ist auch gut so!

Christine Harris ist Professorin für Psychologie an der University of California. Sie beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Peinlichkeit und hat dabei wichtige Fakten herausgefunden. So etwa hat sie festgestellt, dass die Umgebung eine solche körperliche Reaktion der Betroffenen oft schon als Entschuldigung betrachtet. Wer peinlich berührt ist, zeigt damit, dass ihm die anderen Menschen nicht egal sind – und das trägt ihm schon erste Sympathiepunkte ein.

Daher wäre es völlig falsch, Peinlichkeitsreaktionen unterdrücken zu wollen, da man dadurch auf einen wichtigen Bonus verzichtet. Wesentlich sinnvoller ist es, diesen Trumpf bewusst auszuspielen, indem man daran anknüpft. Es macht einen Menschen sympathisch, wenn er etwa sagt: „Das ist mir jetzt sehr unangenehm!“ Oder: „Da habe ich jetzt wohl Unsinn geredet!“ Oder: „Da habe ich anscheinend etwas missverstanden!“ Oder einfach: „Entschuldigen Sie bitte – das tut mir sehr leid!“

Verstecken Sie Ihre Scham nicht!

Wer dagegen versucht, Peinlichkeiten durch faule Ausreden oder Notlügen zu verbergen, reitet sich nur noch tiefer hinein. Wenn Sarah behauptet, „Orthografie“ sei falsch geschrieben, weil ihr Computer verrücktspiele, wird ihr das kein Personalchef glauben. Und Elke wird mit dem Argument, die Sache mit dem Flugschreiber wäre nur ein Scherz gewesen, ebenso wenig punkten können.

Nicht minder fatal ist der Versuch, der unangenehmen Situation durch leicht durchschaubare Ausweichmanöver zu entkommen. Wenn Thomas beispielsweise seinen Schwiegereltern den Rücken kehrt, weil er „ganz schnell etwas im Auto holen muss“, dann wird er erst recht zur Lachnummer. Und wenn Konrad ankündigt, nachher noch zu einem Maskenball gehen zu wollen, wird man ihm mit Sicherheit unangenehme Fragen stellen!

Am wenigsten hilfreich ist aber ein verbittertes oder gar aggressives Verhalten. Dazu gehört vor allem der Versuch, die Schuld an der misslichen Lage anderen in die Schuhe zu schieben. So etwa wird Thomas die peinliche Situation mit der Frau seines Chefs wohl kaum mit folgenden Worten entschärfen können. „Sie sehen aber auch viel älter aus als Ihr Mann!“

Entschuldigen Sie sich nicht ständig!

Mit ein paar offenen Worten, einem freundlichen Späßchen oder einer höflichen Entschuldigung ist die Sache für das Gegenüber meist erledigt. Nicht so für den Verursacher! Peinliche Situationen können ein derartiges Unbehagen verursachen, dass sie noch stundenlang an einem Menschen nagen. Immer wieder spielt man die Situation in Gedanken durch – und jedes Mal möchte man von Neuem im Erdboden versinken!

Um sie zu verarbeiten, drängt es viele Leute, die Situation immer wieder anzusprechen oder sich mehrmals zu entschuldigen. Auch, wenn dieses Bedürfnis groß sein mag, darf man ihm nicht nachgeben! Je öfter man die Sache thematisiert, desto eher bleibt sie den anderen im Gedächtnis. Es reicht völlig, einmal über einen peinlichen Vorfall zu sprechen oder sich einmal für einen Fauxpas zu entschuldigen. Und selbst das sollte nicht zu steif oder zu ausführlich erfolgen: Ein paar knappe Worte reichen völlig!

Falls Ihnen die Sache nicht aus dem Kopf geht, sprechen Sie mit einem Freund oder – besser noch: mit Ihrem Liebling – darüber! Wenn Sie die Geschichte erzählen, können Sie diese besser verarbeiten. Und Sie werden erkennen, dass der Vorfall für Sie wesentlich mehr Bedeutung hat als für andere! Gleichzeitig schafft diese Offenheit Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Schatz und fördert die traute Zweisamkeit!

Die meisten Menschen neigen überhaupt dazu, die Bedeutung eines solchen Vorfalls zu überschätzen. Wer allerdings an frühere peinliche Situationen in seinem Leben zurückdenkt, wird rasch erkennen, dass diese schnell wieder vergessen waren. Seien Sie also nicht zu streng zu sich und verzeihen Sie sich selbst! Wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist, können Sie daraus eine lustige Geschichte machen, mit der Sie andere vortrefflich unterhalten!