Entschuldigen Sie sich – aber richtig!

Entschuldigen Sie sich – aber richtig!

Worte des Bedauerns gehören in unserer Gesellschaft einfach zu einem höflichen Benehmen. Viele Menschen ahnen aber nicht, dass hier zahlreiche Fallen lauern!

Nobody is perfect. Menschen machen Fehler. Das liegt in unserer Natur. Wir sind keine Maschinen. Dennoch gehört es sich in einer zivilisierten Gesellschaft, sich für Fehltritte zu entschuldigen. Das klingt zwar einleuchtend, erweist sich aber manchmal als schwieriger, als man meint. Denn leider kann man auch beim Entschuldigen so einiges falsch machen.

Das Problem beginnt schon damit, dass niemand gerne einen Fehler zugibt. Schon als Kinder fühlten wir ein gewissen Unbehagen, wenn es hieß: „Entschuldige dich!“ Doch so unangenehm es auch sein mag: Wer einen anderen um Verzeihung bittet, zeigt damit auch Stärke! Er bringt zum Ausdruck: Ja, ich bin nicht unfehlbar und mir tut leid, was ich getan habe. Er zeigt aber auch, dass er die Größe besitzt, das einzugestehen!

Der Ton macht die Musik

Damit Sie mit einer Entschuldigung aber das erreichen, was Sie wollen, müssen Sie auch richtig vorgehen. Sonst geht der Schuss nach hinten los und der Schaden ist größer als der Nutzen. Das fängt schon mit dem richtigen Tonfall an. Wer quasi nebenbei ein fast schon fröhliches „’tschuldigung!“ fallen lässt, erweckt nicht gerade den Eindruck, etwas wirklich zu bedauern.

Anna Schuhmann
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Anna Schuhmann verwendet für ihre Beratungen vorwiegend Tarot- und Bachblütenkarten, greift allerdings auch auf die Astrologie und auf ein Pendel zurück.

Dasselbe gilt für ein gequältes, nahezu zähneknirschendes „Dann entschuldige ich mich halt!“ Auch das wirkt auf das Gegenüber nicht so, als ob der Betreffende etwas zutiefst bereuen würde. In diesem Fall erkennt der andere sehr leicht, dass diese Worte nicht ernst gemeint sind und man einfach nur seine Ruhe haben will. Eine Entschuldigung, die nicht von Herzen kommt, ist allerdings nichts anderes als eine Lüge

Kommt Zeit, kommt Rat

Nicht selten wird erwartet, dass man sich sofort entschuldigt. Dabei ist das gar nicht die beste Idee. Wenn der Verursacher eines Ärgernisses selbst noch gestresst ist, wirkt seine Entschuldigung ebenfalls wenig glaubwürdig. Wer sich etwa bei seinem Liebling im Ton vergriffen hat, sollte sich die Zeit nehmen, um sich zu beruhigen.

Wie lange dieser Zeitraum ist, hängt von der Situation und von den handelnden Personen ab. Das können ein paar Minuten sein, es kann aber auch eine oder zwei Stunden dauern. Am besten ist es, man zieht sich zurück und entspannt sich. Erst dann ist man in der Gemütsverfassung, um sich so zu entschuldigen, dass man die Reue erkennt.

Die Wahl der Worte

Neben dem Tonfall spielt auch die Ausdrucksweise eine erhebliche Rolle beim richtigen Entschuldigen. Ein saloppes „Sorry“ wird wohl kaum den Eindruck tiefsten Bedauerns ausdrücken. Erst recht nicht, wenn es von einem amüsierten „Oops“ begleitet wird …

So signalisieren Sie, dass Ihnen zwar klar ist, dass Sie etwas falsch gemacht haben, es aber nicht so schlimm finden. Die Beurteilung, wie schwerwiegend eine Verfehlung ist, müssen Sie aber schon dem Gegenüber überlassen! Und wenn der andere es schlimmer findet als Sie, dann müssen Sie das auch akzeptieren und die Worte entsprechend wählen!

Keine Ausreden oder gar Vorwürfe!

Niemand macht absichtlich einen Fehler. Und kaum jemand beleidigt seinen Gegenüber mit Absicht. Sowohl Fehlgriffe als auch Kränkungen passieren einfach. Da hat es wenig Sinn, wenn Sie lang und breit erklären, warum etwas schiefgelaufen ist. Versuchen Sie also nicht, mit der Entschuldigung gleich eine Rechtfertigung mitzuliefern! Tun Sie so, als könnten Sie nichts dafür, sieht es so aus, als wollten Sie sich vor der Verantwortung drücken!

Noch schlimmer ist nur noch die Taktik, die Entschuldigung gleich mit einem Vorwurf zu verbinden. „Es tut mir leid, dass ich Dich so angefahren habe, aber Du bringst mich manchmal zur Weißglut!“ Sätze wie dieser dienen einfach dazu, die Verantwortung auf das Gegenüber abzuwälzen. Wenn sich der andere aber schon gekränkt fühlt, hat es kein Verständnis dafür, dass Sie ihm auch noch die Schuld in die Schuhe schieben …

Keine Wiederholungen!

Wenn Sie alle bisherigen Punkte beherzigt haben, dann sind Sie auf einem guten Weg. Mit einem guten Timing, dem passenden Tonfall und den richtigen Worten können Sie Ihr Gegenüber vermutlich besänftigen. Doch auch, wenn bereits Tauwetter einsetzt, können Sie noch einiges falsch machen!

Belassen Sie es bei einer ehrlichen Entschuldigung und fangen Sie nicht immer wieder mit demselben Thema an! Eine Entschuldigung wird nicht besser, wenn sie ständig wiederholt wird. Damit erreichen Sie nur, dass das Gegenüber immer wieder an Ihren Fehler oder an seine Kränkung erinnert wird. Wenn Sie wirklich noch einmal darauf zurückkommen wollen, ist es sinnvoller, Besserung zu geloben. Sätze wie „Das kommt nicht wieder vor“ zeigen dem Gegenüber, dass Sie etwas ernsthaft bedauern und künftig zu vermeiden trachten …