So nehmen Sie Menschen die Angst!

So nehmen Sie Menschen die Angst!

Wir alle haben Ängste. Das ist völlig normal und auch sinnvoll. Schließlich bewahren sie uns davor, Gefahren zu unterschätzen. Wenn ein Wanderer Höhenangst hat und entsprechend vorsichtig ist, kann das sein Leben retten. Wenn ein Raucher den Glimmstängeln entsagt, weil er Angst hat, an Lungenkrebs zu sterben, genauso. Und wenn ein übergewichtiger Mensch abnimmt, weil er Angst hat, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen, ebenfalls.

Natürlich gibt es auch Ängste, die übertrieben sind. Hat jemand in unseren Breiten Angst vor Spinnen, so ist das unbegründet. Sie werden ihm nichts tun. Dasselbe gilt für Menschen, die Angst vor der Dunkelheit haben. Die Finsternis stellt keine Gefahr dar, solange man nicht stolpert. Eigentlich wären diese unbegründeten Ängste auch harmlos, würden sie bisweilen nicht die eigene Lebensqualität oder jene der Mitmenschen einschränken.

Begründete und unbegründete Angst

Verhindern sie für die Betroffenen allerdings einen geregelten Tagesablauf oder wachsen sie sich zu Panikattacken aus, sprechen Psychologen von Angststörungen. Diese Angsterkrankungen, wie sie auch genannt werden, sind weiter verbreitet, als man annehmen möchte. So zeigen Studien, dass etwa ein Achtel der Bevölkerung permanent und ein weiteres Achtel wenigstens vorübergehend an diesen psychischen Leiden erkrankt.

Daher befassen sich auch Wissenschaftler an zahlreichen deutschen Universitäten mit deren Erforschung. Erwähnenswert wären hier etwa diverse Untersuchungen zum Themenkreis Angststörung und Panikattacke durch Prof. Dr. Alfons Hamm von der Universität Greifswald.

Aufmerksamkeit statt Verharmlosung

Nicht nur für die Betroffenen sind Angststörungen ein Problem. Auch für die Mitmenschen ist der Umgang mit fremden Ängsten alles andere als einfach. Im Gegenteil: Er kann eben so schwer sein wie die Bewältigung eigener Ängste. Die Verhaltensweisen sind zum Teil so bizarr, dass man nur schwer nachvollziehen kann, was sein Gegenüber denkt oder fühlt. Im Folgenden sind typische Fehler aufgelistet, die im Umgang mit solchen Menschen gemacht werden.

„Du brauchst dich doch nicht zu fürchten!“ Dieser Spruch ist wohl der häufigste, wenn es darum geht, anderen die Angst nehmen zu wollen. Leider hilft er den Betroffenen überhaupt nicht. Er verringert nicht deren Angst, sondern gibt ihnen auch noch das Gefühl, sich für diese schämen zu müssen!

Viel sinnvoller ist es, die Menschen schildern zu lassen, wovor genau sie Angst haben. Wenn der Kollege zum Vorgesetzten gerufen wird, fürchtet er vielleicht, etwas falsch gemacht zu haben und getadelt zu werden. Es könnte aber durchaus auch sein, dass er gute Arbeit geleistet hat und dafür belobigt wird. Gehen Sie gemeinsam der Frage auf den Grund, was hier wahrscheinlicher ist – und ob die Angst begründet ist. Betrachten Sie dabei eine unbegründete Angst aber stets als „persönliche Note“ und machen Sie sich niemals darüber lustig!

Ansporn statt Schonung

Ebenso falsch ist es, Menschen dabei zu helfen, eine Angst einflößende Situation zu vermeiden. Wer etwa sein Kind vor einer schweren Prüfung krankmeldet, löst das Problem keineswegs. Er schiebt es nur hinaus – und beim nächsten Mal ist die Angst noch größer!

Besser ist es, den Betroffenen zu ermutigen, sich seiner Angst zu stellen. Statt sich seiner Furcht hinzugeben, sollte das Kind Maßnahmen ergreifen, um die Bedrohung zu verringern. Animieren Sie es, täglich zu lernen und zu üben, um den Stoff zu beherrschen! Spielen Sie mit ihm die Prüfungssituation durch und stellen Sie ihm eine Belohnung in Aussicht! Vermutlich erkennt Ihr Kind danach, dass die Prüfung gar nicht so schlimm war …

Achten Sie allerdings auch darauf, dass Ihre Hilfe für den Betroffenen nicht zur Gewohnheit wird! Lassen Sie Ihrem Kind die eben beschriebene Hilfe beim ersten Mal zukommen, aber reduzieren sie diese von Prüfung zu Prüfung! Irgendwann kommt es dann auch ohne Ihre Unterstützung aus …

Ablenkung statt Endlosschleife

Es ist auch nicht empfehlenswert, sich auf endlose Gespräche mit Menschen einzulassen, die unter Ängsten leiden. Durch das permanente Durchkauen der Thematik steigern diese sich immer mehr hinein, statt der Sache lockerer gegenüberzustehen.

Sprechen Sie mit der Person in einem vernünftigen Ausmaß und lenken Sie diese danach ab! Animieren Sie denjenigen zu einem Spaziergang oder zu einem Einkaufsbummel. Wenn es sich um ein Kind handelt, können Sie etwas mit ihm spielen. Einem ängstlichen Erwachsenen können Sie den Vorschlag machen, am Morgen zu notieren, wovor er an dem konkreten Tag Angst hat. Wenn er am Abend überprüft, was davon eingetreten ist, wird ihm eher bewusst, dass sein Gefühl oft genug unbegründet ist.

Versuchen Sie auch nicht, andere vor der Angst zu bewahren, indem Sie ihnen etwas verheimlichen! Wenn Sie beispielsweise einen Unfall haben, sollten Sie Ihren Eltern davon erzählen. Tun Sie das nicht, müssen Sie damit rechnen, dass es doch herauskommt – und dann wird die Angst um Sie noch größer. Beruhigen Sie Ihre Eltern lieber, indem Sie sich öfter bei ihnen melden und ihnen sagen, dass alles in Ordnung ist!

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